Home > Reise wählen > Bausteine Borneo > Zuhause bei den Kopfjägern
Besuchen Sie den Iban Stamm in Malaysia Sarawak in der Nähe von Kuching

Zuhause bei den Kopfjägern

Dieser Baustein nimmt Sie während Ihrer Reise Borneo mit zu abgelegenen Gebieten von Sarawak, wo Sie den Ureinwohnern Borneos begegnen. Mit einem Holzboot fahren Sie tiefer in den Dschungel. Vor 100 Jahren hätte man als Tourist hier wohl schnell seinen Kopf verloren, schließlich wird der Volksstamm der Iban nicht umsonst als Kopfjäger bezeichnet. Heute werden die Gäste herzlich aufgenommen. Sie besuchen den fröhlichen und zum Lachen aufgelegten Iban Stamm, dessen Mitglieder Ihnen gerne ihre Kultur und Bräuche näherbringen. Es ist beeindruckend, wie die Iban den Spagat zwischen Moderne und Tradition meistern. Die Iban leben in Langhäusern, Holzbauten, welche auf hohen Pfählen errichtet sind. Während Ihres Besuches bei den Kopfjägern übernachten Sie im Langhaus in einer schlichten Schlafstätte im Wohnraum einer Iban Familie. Auf Anfrage können wir für Sie auch ein Langhaus mit Unterbringung
in einem eigenen schlichten Schlafabteil arrangieren.
Reisedauer &
Reisezeit
3 Tage/ 2 Nächte
Start täglich das ganze Jahr über ab Kuching
Übernachtungen In einfacher Unterkunft im/beim Langhaus; Unterkunft Komfort 1/2
Reisekosten € 287,- p.P. bei 2 Personen und Unterbringung bei einer malaiischen Familie

€ 372,- p.P. bei 2 Personen und Unterbringung in eigenem Schlafraum
Inklusive Bus- u. Boottransfers von/nach Kuching,  2 Übernachtungen beim Langhaus mit Mahlzeiten (2x Frühstück, 3x Lunch, 2x Dinner),
Besuche der Iban Longhouses, Junglewalk mit englischsprechendem Guide
Transport

(Mini)bus und Dschungelboot

Exklusive andere Mahlzeiten

Tag 1 - Kuching - Iban

Von Kuching aus unternehmen Sie eine etwa vierstündige Fahrt zu einem der abgelegensten Gebiete von Malaysia Sarawak: BatangAi. Unterwegs reisen Sie, mit dem üppigen, puren Dschungel im Hintergrund, an Gummi-, Kakao- und Pfefferplantagen vorbei, die Sie auch besuchen. Sie halten auch bei dem bunten Markt im Städtchen Serian, wo allerlei Produkte aus dem Dschungel angeboten werden. Kaufen Sie hier auch einige kleine Geschenke, wie Zigaretten und Obst für den "Chef" des Longhouses. Sie lunchen in einem der lokalen Restaurants.

Dann lassen Sie das Festland hinter sich und steigen in ein motorisiertes 'Perahu', ein Holz-Dschungelboot. Auf der Fahrt entlang der bewaldeten Ufer, wo ab und zu ein Affe kreischt, können Sie das tägliche Leben, das sich hier abspielt, beobachten. Frauen, die Wäsche waschen und Kinder, die unter schallendem Gelächter ins Wasser springen. Sie fahren etwa eine Stunde lang quer durch den tropischen Regenwald von Malaysia Sarawak und unter einem riesigen Blätterdach hindurch auf dem Weg zum Lebensraum der 'Iban'.
Iban Langhaus
Die Iban sind ein besonders gastfreundliches und offenes Volk, jedenfalls heutzutage. Die Bezeichnung 'Kopfjäger', die man nicht weiter erklären muss, kommt von diesem Stamm. Sie haben die jahrhundertealte Tradition, ihre Häuser hoch auf den Ufern des Flusses zu bauen. Naja, Häuser. Diese kolossalen Holzbauwerke, die auch 'Houseboats' genannt werden, sind wirklich riesig. Das Dach ist etwa 150 Meter lang. In den Häusern wohnen ganze Lebensgemeinschaften, bis zu dreißig Familien, in separaten Unterkünften.

Sie übernachten in schlichten Unterkünften, entweder direkt in einem Zimmer bei einer Iban-Familie oder in einem eigenen, abgeteilten Raum in der Nähe des Langhauses. Nach dem Abendessen besuchen Sie die Iban. Bei Ankunft wird von Ihnen erwartet, dass Sie entweder die Geschenke, die Sie unterwegs gekauft haben, oder ein bisschen Geld in den kleinen Körben bei der Tür lassen, um die Geister gnädig zu stimmen. Meistens lädt der Chef ('Tuai Rumah') Sie ein, seine Ruai zu besichtigen, eine Art offene Galerie mit Schätzen aus der Vergangenheit. Der lokale Priester vollzieht eine traditionelle 'Miring Ceremony' und Sie werden von den ebenfalls traditionell gekleideten Frauen mit dem 'Hgajat' (traditioneller Tanz) und einem Gläschen 'Tuak', dem lokalen Reiswein, herzlich willkommen geheißen. Ein bisschen angetrunken und voller Eindrücke kehren Sie zu Ihrer Unterkunft zurück, wo Sie herrlich in den Schlaf fallen werden.

Tag 2 - Iban

Nach dem Frühstück können Sie zusammen mit Ihrem Guide das Leben in und um das Longhouse beobachten. Er erzählt Ihnen gerne, wie das tägliche Leben hier abläuft. Wenn Sie Lust haben, könnten Sie mittags eine Wanderung durch den Dschungel machen oder fischen gehen. Auf 'Ibanart' natürlich, mit einem Wurfnetz. Es sieht vielleicht leicht aus, aber man muss es schon üben, wenn man mehr als treibende Äste fangen möchte. Durch den Regenwald gehen Sie wieder zurück zum Langhaus. Das Wandern durch den feuchten Wald macht hungrig, aber daran wurde gedacht. Die Köche bereiten abends eine herrliche Mahlzeit mit allerlei lokalen Leckerbissen zu. Sie werden sich die Finger danach lecken! Abends besuchen Sie die Iban wieder, die Sie lachend willkommen heißen. Sie übernachten wieder im Langhaus.
Fischen auf Ibanart
Lachende Kinder werden Ihnen auf Ihrer Reise Borneo öfter begegnen...

Tag 3 - Iban - Kuching

Nach dem Aufwachen und einem guten Frühstück nehmen Sie Abschied von den freundlichen Iban. In einem Holzboot fahren Sie entspannt über den Fluss zurück zum Batang Ai Reservoir und gehen an Land, wo ein Minibus auf Sie wartet. Sie fahren etwa vier Stunden lang durch die grüne Landschaft. Unterwegs halten Sie, um sich etwas frisch zu machen. Das ist angenehm, bevor Sie wieder in die 'zivilisierte' Welt von Kuching in Malaysia Sarawak zurückkehren und Ihre Reise Borneo fortsetzen.

Mit unserem Baustein "Nasenaffen und Felsenküste im Bako Nationalpark" können Sie ab Kuching Ihre Reise Borneo in Sarawak fortsetzen. Oder Sie schließen unsere Sabah Bausteine nach unserem "Easy Going Kota Kinabalu" an.

Zu den Iban finden Sie hier einen interessanten Reisebericht.

Fotos Ihrer Unterkünfte (zum Vergrößern bitte anklicken)

Iban Langhaus von außen
Iban Langhaus von außen
Schlafstätte bei einer Ibanfamilie
Schlafstätte bei einer Ibanfamilie
Tanzvorführung des Iban-Chiefs
Tanzvorführung des Iban-Chiefs
Die Küche des Langhauses
Die Küche des Langhauses
Schlafstätte im abgeteilten Raum
Schlafstätte im abgeteilten Raum
Gemeinschaftsbad beim Langhaus
Gemeinschaftsbad beim Langhaus

'Hausregeln'

Ein Longhouse ist mehr als nur eine Lebensgemeinschaft. Man lebt hier auf traditionelle Art nach alten Bräuchen. Wenn Sie ein Longhouse besuchen ist es gut zu wissen, worauf man achten sollte, wenn man die Bewohner nicht vor den Kopf stoßen möchte.

Erste Kontakt: Es wird nicht geschätzt, wenn Sie einfach in das Langhaus hineingehen. Warten Sie ruhig ab, bis Sie eingeladen werden, und ziehen Sie die Schuhe aus, wenn Sie die Veranda betreten. Rituale, wie z.B. bei Sterbefällen, werden im engsten Kreise vollzogen. In so einem Fall wird man Sie auch nicht zulassen. Wenn Sie erst mal drinnen sind, stellt Ihr Guide Sie erst einmal dem Chief ('Tuai Rumah'), der die Lebensgemeinschaft führt, vor. Es ist üblich, ein Geschenk mitzunehmen, das Sie jetzt übergeben. Denken Sie an Tabak, Seife, Wäscheklammern oder Kugelschreiber und Hefte. Das Schenken von Alkohol, Süßigkeiten oder Spielzeug empfehlen wir nicht. Der Chief sorgt dafür, dass Ihre Geschenke an diejenigen weitergereicht werden, die es am dringendsten benötigen. Auf dem Weg zum Longhouse kommen Sie an einem Markt vorbei, auf dem Sie Sachen kaufen können, aber ein Geschenk aus Deutschland wird auch geschätzt.

Waschen: Wenn Sie sich in der Nähe eines Longhouses im Fluss waschen sollten, denken Sie daran, dass es hier für Frauen üblich ist, sowohl den Ober- als auch den Unterkörper bedeckt zu lassen. Es hört sich vielleicht ein bisschen merkwürdig an, aber beobachten Sie einmal, wie einfach die einheimischen Frauen sich bekleidet waschen. Männer sollten auf jeden Fall Ihre Unterhose anlassen.
Essen und Trinken: Oft wird Ihnen bei der Ankunft ein Getränk angeboten, meistens der lokale Reiswein ('Tuak'). Es ist üblich, dieses Getränk, wie auch das andere Essen, mit beiden Händen zu nehmen und es wird als unhöflich empfunden, es abzulehnen. Es schmeckt ziemlich mild, aber haut ganz schön rein, trinken Sie nicht zu schnell. Es ist üblich, mit dem Rücken gegen eine Mauer zu sitzen. Sorgen Sie dafür, dass man die Unterseite Ihrer Füße nicht sehen kann. Das wird, wie in Indien, als Beleidigung gesehen. Auch mit dem Finger auf etwas oder jemanden zu zeigen, gilt als unhöflich. Wenn Sie auf etwas zeigen möchten, benutzen Sie hierfür die ganze Hand. Auch wenn Sie jemandem zuwinken möchten, sollten Sie die ganze Hand benutzen, wobei die Handfläche nach unten gerichtet sein sollte. Das Essen, das Sie hier vorgesetzt bekommen, ist oft einfach. Auch wenn es Ihnen nicht schmeckt, sollten Sie aus Höflichkeit doch ein wenig essen. Nach dem Essen wird oft gesungen und getanzt und es wird geschätzt, wenn Sie mitmachen und Ihre nordeuropäische Zurückhaltung zur Seite legen.

Diesen Baustein anfragen

oder zurück zur Übersicht der Borneobausteine